Kandahar

Oder: Was hat St. Anton am Arlberg mit der zweitgrößten Stadt Afghanistans zu tun?

Sir Frederick, Earl of Kandahar
Sir Frederick
1. Earl Roberts of Kandahar

Der eine oder andere wird sich vielleicht schon gewundert haben. Denn ein typisch Tiroler Name ist "Kandahar" irgendwie nicht.

Der Kandaharweg in St. Anton verdankt seinen Namen dem berühmten Arlberg-Kandahar-Rennen, das 1928 zum ersten Mal in St. Anton am Arlberg ausgetragen wurde (weitere Austragungsorte sind Mürren in der Schweiz, Chamonix, Sestriere und Garmisch-Partenkirchen).

Und das kam so:
Die Geschichte des Rennens geht zurück auf die glückliche Begegnung des Skipioniers Hannes Schneider mit Arnold Lunn, ebenfalls Skipionier. Gemeinsam organisierten sie ein Skirennen für die örtliche Jugend - einen modernen Slalom, der in der von Lunn entwickelten Form am Arlberg noch nicht bekannt war.
Das Rennen wurde nach den beiden veranstaltenden Clubs benannt, dem Ski Club Arlberg und dem britischen Kandahar Ski Club in Mürren in der Schweiz.

Letzterer verdankt seinen Namen wiederum dem Oberbefehlshaber der britischen Armee Feldmarschall Frederick Roberts, der den Siegerpokal für den ersten klassischen Abfahrtslauf in der Geschichte des Skisports 1911 gestiftet hatte.

Seit jedoch die Abfahrt 2001 für die WM umgebaut wurde (die mittlerweile auf dem Kapall ausgetragen wird), trägt sie den Namen des österreichischen Ski-Nationalheiligen Karl Schranz.


Am Kandaharweg in St. Anton liegt übrigens die Talstation der Galzigbahn und die Skischule St. Anton.



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